Ziegen & Katze | Vera Beetschen
Welcome to the website and blog of Vera Beetschen!
50733
page-template-default,page,page-id-50733,eltd-core-1.0.3,ajax_fade,page_not_loaded,,borderland-ver-1.4, vertical_menu_with_scroll,smooth_scroll,paspartu_enabled,paspartu_on_top_fixed,paspartu_on_bottom_fixed,wpb-js-composer js-comp-ver-4.5.3,vc_responsive

Ziegen & Katze

 

Florian

Ist ein Herzensbrecher, eine Nervensäge, denkt er sei ein Hund und “hilft” bei allem mit, wo er nur kann! 2001*

Flo habe ich 2011 fünf Minuten vor dem Verlad zum Metzger gerettet * Er liebt Spaziergänge * Spielt dauernd den Chef * Hat einen Blick zum Verlieben und nutzt es schamlos aus * Lässt Ziegendamen für Menschen links liegen *  Kann an der Hausglocke klingeln* Lernt sehr schnell neue Kunststücke * Schläft ausgestreckt in der Sonne schnarcht & meckert beim Träumen * Frisst alles was ihm zwischen die Zähne kommt, hat aber Heu und Astdiät *  Flaniert am liebsten auf der Touristenmeile in Interlaken um neue Menschen kennen zu lernen und sie zum Spielen zu motivieren! ***Geschichte von Florian: Siehe unten.

 

 

Nathan

Liebt den Playmobillöwen zum Spielen (siehe Bild), kann ganz wahnsinnig laut meckern und sehr frech sein, Flo ist sein Chef. 2010*

Nathan der Nachfolger von Bruno. Florian hat sich sofort in ihn verliebt und fand ihn von Anfang an ganz toll! Nathan kommt aus einer Gruppe von Ziegenböcken, wo er gemobbt wurde und so bei schlechtem Wetter nicht in den Ziegenstall konnte. Ich glaube deswegen liebt er es so, hier dauernd in den behaglichen Stall zu gehe. Nathan ist total geschickt mit seinen Hörnern und kann sich damit zielgenau überall kratzen. Zudem denkt er sich immer allerlei ausgefeilten Schabernack aus (zum Beispiel mit diesem Playmobillöwen!). Mit Florian auf dem Höheweg in den Touristen spazieren, gefällt ihm gar nicht; er findet das langweilig ist eher introvertiert und beginnt mit wiederkäuen.

 

braune Ziege Bruno

Bruno

 

Wachhund, verschmuster Ziegendamen Verehrer, machte alles immer sehr gründlich & ordentlich, denkt er sei eine Ziege. 2001* – 2018

Bruno ist im vergangenen September gestorben; Bruno wir vermissen dich sehr.

Heisst Bruno , weil er braun ist  * Vergöttert Ziegendamen  * Frisst gerne unter dem Zaun durch * hat im Klettergestell stets den Platz unten  * Liegt im Auto nie, sondern sitzt wie ein Hund * Nirgendwo hingeht ohne Chef Florian und gerne zackig wandern würde, wenn Flo nicht so faul wäre * Aufmerksam zurück meckert, wenn man mit ihm spricht * Sofort Flos Heuhaufen übernimmt wenn dieser weggeht * Ganz leise & unbemerkt etwas tut, was er nicht tun soll (z.B. ins Haus gehen und Äpfel stehlen, unter dem Gartenzaun durch schlüpfen ,..)

 

 

Mietschka

 

Im Haus sein? Auf gar keinen Fall! Mäuse & Vögel jagen und im Heu schlafen – sehr gerne! 2007*

Mein Nachbar hat Mietschka als kleines Kätzchen 2007 vor dem Einschläfern gerettet. Sie wurde als Wildkatze in freier Wildbahn geboren. Noch heute  sind Mietschka Menschen, trotz vielseitiger Bemühungen, suspekt: Zum Füttern okay, schnell streicheln oder in zwei Meter Abstand auf der Bank kuscheln. Auf den Arm nehmen kommt aber gar nicht in Frage! Hingegen liebt Mietschka Hunde, Hasen, Ziegen, ect. und schmust eingehend mit ihnen. Ein Fall wie Pitschi (Buch von Hans Fischer)!

 

 

 

*Wyssestei, Lenk: Sommer 2016

 

 

Geschichte von Florian – oder wie alles begann!

Fünf Minuten bevor er auf den Transporter zum Metzger verladen werden sollte, bin ich 2011 zur Ziegenhalterin geworden. Per Zufall kam ich gerade vorbei – mit seinen bernsteinfarbigen Augen und seinem wachen, auffordernden Blick, hat er mich sofort um den Finger gewickelt.

Fünf Minuten später: Am einen Ende des Strickes stand der kleine schwarze, namenlose Ziegenbock am anderen Ende ich, ziemlich ratlos ohne jede Ziegenerfahrung, geschweige denn Ziegenstall.

Zum Glück hatten wir damals eine Alp und unsere Idee war, den Geissbock da rauf zu bringen, damit er ein Sommerleben in Freiheit mit Kühen und Touristen verbringen kann. In einer offenen Holzkiste haben wir ihn auf den Pickup geladen und sind losgefahren: Ein einziger, riesiger Schrei, wie eine Sirene,  bis wir im gebirgigen Wald auf der holprigen, steilen Nebenstrasse zur Alp endlich anhalten und ich zu ihm auf die Ladebrücke sitzen konnte.

Alles war gut -­‐ bis wir von der Alp gehen wollten: Der Geissbock schrie aus Leibenskräften, rannte dem Auto nach, so dass es mir beim Blick in den Rückspiegel fast das Herz zerriss. Also fuhren wir zurück und baten die Feriengäste, mit ihm zu spielen, damit wir heimlich abfahren konnten. Eine Besucherin verliebte sich sofort in das kleine schwarze Emotionenbündel, das dauernd am Hüttenfenster stand. Der verschmuste Ziegenbock füllte ihre Ferien nun komplett. Sie taufte ihn auf den Namen Florian.

Da Florian vor allem glücklich war, wenn er mit Menschen sein konnte, ging ich so oft als möglich auf die Alp auf ausgedehnte Wanderungen in Wald und Berge mit ihm. Florian lernte ganz schnell ganz viel: Kam mit zum Kirschen pflücken, auf den Hinterbeinen versteht sich und die Kirschensteine spuckte er aus, half im Wald, beim Zäunen, beim Wischen,… mit Hörnern, Zähnen, Hufen, rannte tagelang mit den Kindern zwischen den Heuwalmen rum, lernte die Alpautos alle genau kennen, spielte Verstecken, kämpfte und kam mit auf lange Wanderungen in die Berge. Und natürlich wollte er in alle Alphütten rein und alles fressen, was nicht Gras war; zum Beispiel Zeitungen, Bücher, …. was natürlich für einen Ziegenmagen nicht wirklich gesund ist. Also musste wir von nun an immer ein Auge drauf halten, wo unsere irgendwie fressbaren Sachen lagen.

Ende Sommer kam Florian runter von der Alp und lebt nun hier mit seinem Kollegen Bruno zusammen. Rundum das Haus habe ich Bänke und Klettermöglichkeiten eingerichtet, den Holzschopf in einen Stall umfunktioniert und einen Durchgang zur Ziegenweide eingebaut. Nun kann Flo so quasi als Haushund hier leben, das gefällt ihm: Er begrüsst neue Gäste immer sofort, durchsucht alle Taschen, bevor man ins Haus kann und meckert lauthals, wenn ein weisses Auto (wie meins) oder ein bekannter Mensch auf der Strasse vorbei geht.